10. Politischer Aschermittwoch

Doberlug-Kirchhain. Nach zwei Jahren Pause wollen sich die Brandenburger Christdemokraten bei ihrem Politischen Aschermittwoch in Doberlug-Kirchhain vor Lachen wieder auf die Schenkel und sich selbst auf die Schultern klopfen. Zur 10. Auflage der lockeren politischen Zwischenbilanz wird am 22. Februar in der Stadthalle Doberlug-Kirchhain die gesamte Prominenz der CDU Brandenburgs erwartet. Der Kreisverband Elbe-Elster richtet den unterhaltsamen Abend aus.

Die Pause in den Jahren 2010/11 war laut CDU-Kreisvorsitzendem Michael Stübgen nach einem kräftezehrenden Wahlkampf notwendig für eine Konsolidierung des Landesverbandes, der den Aschermittwoch entscheidend mitfinanziert. „Ab 2012 aber wird es den Politischen Aschermittwoch der CDU wieder jährlich geben und das immer in Doberlug-Kirchhain“, verkündet Stübgen: „Mitten im Elbe-Elster-Kreis und zugverkehrstechnisch gut zu erreichen.“ Außerdem habe der „hohe Zuspruch in der Bevölkerung“ bisher immer für eine volle Halle gesorgt. Knapp 1000 Gäste zählte die CDU 2009. 37 Fässer mit je 30 Litern Bier hatte man ihnen bereitgestellt.

Als Rednerin hatte sich bei der 9. Auflage die Landesvorsitzende Johanna Wanka in lockeren Sprüchen versucht. In diesem Jahr wird sich darin Saskia Ludwig beweisen müssen. Als Hauptredner kündigt Stübgen indes einen alten Bekannten an. Brandenburgs Ex-Innenminister Jörg Schönbohm, der den Politischen Aschermittwoch der Brandenburger CDU mit seinem Auftakt in Finsterwalde im Jahr 2000 begründete, will 2012 seine Draufsicht auf den Lauf der Politik darlegen. „Die Redner werden sich nicht den Schnabel verbieten lassen“, so Michael Stübgen.

Auf der bisherigen Hauptrednerliste stehen unter anderem Thomas Goppel, Friedbert Pflüger und Jürgen Gehb. Für dieses Jahr hätte es beinah mit CSU-Mann Peter Gauweiler geklappt, so Stübgen. Dessen Terminkalender aber machte dem Auftritt in Doberlug-Kirchhain einen Strich durch die Rechnung.

Jörg Schönbohm aber wird keine Notlösung sein, versichert Stübgen. Denn er sich sicher: „Schönbohm redet, wie man redet, wenn man nicht mehr aktiv ist in der Politik.“

Den Abend auflockern werden eine Musikgruppe aus Belgern (Sachsen), Einlagen des Männerchores Einigkeit und natürlich Freibier für alle. leh

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