Der Schutz der Bürger vor Bergbaugefahren hat Priorität

Abgeordnete auf Arbeitstour im Problem-Revier

LAUCHHAMMER Die Verhandlungen zum neuen Verwaltungsabkommen für die bergbaulichen Sanierungsarbeiten beschäftigen die betroffenen Kommunen. Die CDU-Wahlkreisabgeordneten Michael Stübgen (MdB) und Ingo Senftleben (MdL) haben sich bei Experten der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) im Raum Lauchhammer im Revier zur Situation und den noch erforderlichen Arbeiten zur Abwehr von Gefahren des Grundwasserwiederanstiegs informiert.

Der Schutz der Bevölkerung hat größte Priorität, schicken sie voraus.
 
Es müsse weiter gelingen, einen sich weitgehend selbst tragenden Wasserhaushalt in der Region, ähnlich einer Größe des Saarlandes, wieder herzustellen.
 
Intensiv diskutiert wurde über die rund 33 400 Hektar Kippenflächen, die seit nunmehr vier Jahren erneut gesperrt sind. "Vor allem die Sperrung von 4038 Hektar landwirtschaftlicher Flächen in der Lausitz müssen wir dabei besonders im Auge behalten, da dies für die betroffenen Landwirte und Bauern ein großes Problem ist", betont Ingo Senftleben.
 
"Es gibt noch viel zu tun, um den eingeschlagenen Weg der Renaturierung verantwortungsvoll fortzuführen. Dafür muss auch das sechste Verwaltungsabkommen genügend Geld bereitstellen. Die dauerhafte Sanierung der Flächen wird noch Jahrzehnte beanspruchen", sagt Michael Stübgen. Er fordert, die Dauer der Finanzvereinbarungen zwischen dem Bund und den Ländern langfristiger anzulegen, damit eine kontinuierliche Arbeit gewährleistet werden kann. Kathleen Weser

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