Finsterwalde schafft es in die nächste Runde zur Zukunftsstadt

Bis zu 200 000 Euro können in konkrete Pläne fließen

FINSTERWALDE. Da haben sich viel Mühe, kreative Ideen und Zielstrebigkeit ausgezahlt: Die Sängerstadt ist unter den bundesweit 20 Kommunen, die weiter im Wettbewerb "Zukunftsstadt" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mitmischen können. Dafür fließen bis zu 200 000 Euro nach Finsterwalde.

Eine hochrangige Expertenjury hat am Donnerstag die Stadt Finsterwalde ausgewählt, ihre Ideen für eine lebenswerte und nachhaltige Stadt weiterzuentwickeln. Wie die Stadt in einer Pressemitteilung informiert, stehen für die zweite Projektphase bis zu 200 000 Euro zur Verfügung. "Die Mühe hat sich gelohnt. Nun können wir den begonnenen Prozess fortführen und Ideen aus dem Bürgerbeteiligungsprozess der ersten Projektphase in konkrete Pläne fassen", sagt Bürgermeister Jörg Gampe (CDU). Er denke dabei an Maßnahmen zur Stärkung der Sängerstadt-Identität oder an familienfreundliche Projekte. "Nun sind wir wieder gemeinsam gefragt, um auch die Umsetzungsphase zu erreichen", so der Bürgermeister. Ziel sei es nun, "die identifizierten Themen gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und der Stadt in ein realisierbares Umsetzungskonzept zu überführen".
 
Bundesforschungsministerin Johanna Wanka beglückwünschte die Teilnehmer. Schon in seiner ersten Phase habe der Wettbewerb viele Impulse für Veränderungen gesetzt. In den 51 teilnehmenden Kommunen seien seit 2015 viele gute Ideen geboren worden. Als Beispiele nannte sie neue Nachbarschaftskonzepte, Ideen für ein lebendigeres Stadtleben und Gebäudekonzepte, die aus Abwasser klimafreundliche Energie gewinnen.
 
Die überzeugendsten Visionen werden nun in einer zweiten Phase des Wettbewerbs zu Plänen ausgearbeitet, die ab 2018 realisiert werden können. Michael Stübgen, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Finsterwalde: "Es ist eine berechtigte Auszeichnung für Finsterwalde."
 
Im Oktober vorigen Jahres war mit einer Ideenbörse der Auftakt für die breite Beteiligung der Bürger an der Entwicklung von "Stadtvisionen Finsterwalde 2030+" eingeleitet worden.
 
Neben der Sängerstadt sind weiter im Boot: Kommunen des Amtes Peental/Loitz, Berlin Mierendorff-Insel, Bocholt, Bottrop, Dresden, Freiburg, Konstanz, Gelsenkirchen, Halle, Kreis Recklinghausen, Landkreis Rottal Inn, Lüneburg, Norderstedt, Oberhausen, Sprendlingen, Ulm, dem "Wattenmeer Achter", Wolfsburg und der Zubra-Region (Bebra). red/gb

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